Selbstständig machen als Blogger in Österreich

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Ich selbst habe mich vor einigen Monaten selbstständig gemacht. Ich bin 20 Jahre alt, Blogger und möchte hier über meine persönlichen Erfahrungen sprechen, Neugründern helfen und vielleicht den einen oder anderen guten Tipp loswerden.

Ich schreibe hier rein über meine Erfahrungen, die vor allem vielen Bloggern und YouTubern helfen dürften auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Ich spare viele Details aus, die für diese Branche einfach irrelevant sind, weil ich damit auch keine Erfahrung habe. Wenn du eine Frage dazu hast, melde dich einfach bei mir unter Kontakt! 🙂

Übrigens ist es nicht dieser Blog, mit dem ich meinen Lebensunterhalt bestreite.

Sich als Blogger in Österreich selbstständig zu machen, ist nicht unbedingt unkompliziert. Hat man aber einen guten Plan, Vertrauen in die eigene Idee oder kann man mit einem soliden Einkommen rechnen, dann muss man davor gar keine Angst haben.

Selbstständig machen als Blogger in Österreich – Voraussetzungen

Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich mich sehr lange im Internet erkundigt, überall nachgefragt, wo ich nur konnte und war von der Flut an Informationen erst einmal überwältigt. Was brauche ich, wo melde ich mich an, was muss ich zahlen? All das waren Fragen, auf die ich keine Antwort wusste und die ich auch in diesem Blog beantworten will. Aber alles mit der Reihe.

Tipps vor der Selbstständigkeit

Will man sich als Blogger selbstständig machen, muss man einerseits zuerst einen eigenen Blog haben. Wenn man damit keine Einnahmen erzielt, macht es auch gar keinen Sinn, sich selbstständig zu machen.

Ich habe tatsächlich so lange gewartet mit der Selbstständigkeit bis ich wusste, dass ich mit der Größe der Seite ausreichend verdienen kann, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Wie viel das ist, musst du selbst wissen. Ich denke, dass ich selbst knapp 600 Euro brauche, um  all meine Ausgaben decken zu können. Es kommen bei der Selbstständigkeit in Österreich einige Kosten auf dich zu:

Selbstständig Kosten in Österreich

Hier sind einmal im Überblick jene Kosten der Selbstständigkeit in Österreich als Blogger im Überblick. Danach werde ich versuchen in meinen Worten zu erklären, weshalb und was du davon zahlen musst.

Sozialversicherung:

Unter 4743,72 Euro pro Jahr:
  • 8,67 Euro pro Monat
über 4743,72 euro pro jahr:
  • 182,26 Euro pro Monat
  • nach zwei Jahren knapp 27 Prozent deines Einkommens

Was bedeutet das?

Verdienst du unter 4743,72 Euro pro Jahr, also fast 395 Euro pro Monat, dann bist du bei der Sozialversicherungsanstalt nur unfallversichert. Das ist die Verdienstgrenze bei Geringfügigkeit. Du zahlst also nur knapp 10 Euro im Monat.

Überschreitest du allerdings diese Obergrenze nur leicht, musst du die vollen Beiträge zahlen, sprich du zahlst Unfallversicherung, Pensionsversicherung und Krankenversicherung. Das kostet dich vorläufig 182,26 Euro im Monat, die du quartalsweise zahlst, sprich jeden dritten Monat zahlst du 546,78 Euro. Wenn du also genau 4743,73 Euro im Monat verdienst hast, müsstest du theoretisch fast die Hälfte deines Geldes für die Sozialversicherung ausgeben.

Was heißt vorläufig?

Dein SVA-Beitrag ist eigentlich fast 27 Prozent deines Einkommens, also jenes Geldes, das du bei der Steuererklärung als Gewinn angegeben hast. Er setzt sich aus unterschiedlichen Teilen zusammen, die ich jetzt nicht näher erläutern will. Glaub mir einfach, es sind 27 Prozent, die du nach 2 Jahren deiner erfolgreichen Selbstständigkeit besser auf der hohen Kante haben solltest.

Basierend auf diesem Einkommen nach zwei Jahren wird dann der Beitrag errechnet, der noch fällig ist. Dabei wird auch das Geld abgezogen, das du bereits einbezahlt hast, nämlich die 182,26 Euro im Monat.

Praktisch heißt das: Verdienst du über 7811,14 Euro im Jahr, solltest du sicherheitshalber 30 Prozent von allen Einnahmen, die darüber liegen, auf die Seite legen.

Steuern

Ab 11.000 Euro darfst du auch Einkommenssteuer zahlen. Dein Einkommen ist all das, was dir am Ende als Gewinn überbleibt. Dein Umsatz ist all das Geld, das du verdienst, während du aber zum Betreiben deines Blogs natürlich auch Betriebsausgaben hast.

Dazu zählt mit Sicherheit das Hosting, der Domain-Name, etwaige WordPress-Plugins, aber auch Dinge, die du für dein Unternehmen kaufst, kannst du als Betriebsausgaben absetzen. Zum Beispiel: Du testest Spiele auf YouTube und musst sie kaufen. Ja, das Spiel ist in dem Sinn auch eine Betriebsausgabe, allerdings musst du vor dem Finanzamt bei einer Prüfung auch nachweisen können, dass du das Spiel auch für deinen Betrieb gekauft hast. Wenn du dazu also kein YouTube-Video gemacht hast, kann’s Probleme geben.

Dein Telefon und Internetvertrag kann auch als Betriebsausgaben deklariert werden, allerdings häufig nur zum Teil.  Du musst dabei feststellen, zu wie viel Prozent du dein Internet privat nutzt und zu wie viel geschäftlich. Meine Empfehlung: Kauf einen zweiten Router, den du nur für deine Arbeit verwendest, und rechne dir nach einem Jahr aus, wie viel mehr oder weniger Datenvolumen du geschäftlich bzw. privat verwendet hast.

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